eSwiss Medical and Surgical Center
Tel +41 (0)71 282 2050
Fax +41 (0)71 282 2059
Öffnungszeiten: 08.00-12.30 Uhr und 13.30 - 18.00 Uhr
Brauerstr. 97
CH 9016 St. Gallen

 

Multimedia

Bildergalerie

Broschüren

Apps


Schilddrüse

Schilddrüsenvergrösserungen 

Die Schilddrüse ist ein schmetterlings-förmiges Organ, das wie ein Schild, unterhalb des Kehlkopfs sitzt. Die Schilddrüse neigt dazu sich im Laufe des Lebens zu vergrössern. Ist davon das ganze Organ betroffen, spricht man von einem Kropf oder einer Struma. Wachsen nur einzelne Bereiche der Schilddrüse übermässig, spricht man von Schilddrüsenknoten. Schilddrüsenvergrösserungen sind oft nicht sichtbar, auch wenn sie schon sehr ausgeprägt sind und zu Beschwerden führen. Symptome enstehen wenn benachbarter Organe im Hals verdrängt werden. Typische Symptome sind Schluckstörungen, ein Gefühl als ob etwas im Hals steckt (Globus Gefühl) und Heiserkeit. Schilddrüsenvergrösserungen sind in der Regel gutartig. Um sicher zu gehen braucht man jedoch eine Gewebsprobe. Diese kann, relativ schmerzlos mit einer einfachen Nadel, ambulant entnommen werden (Feinnadel Punktion). Falls damit keine diagnostische Klarheit erzielt werden kann oder die, durch die Schilddrüsenvergrösserung verursachten Symptome zu schwerwiegend sind, kann die Schilddrüse bzw. Anteile der Schilddrüse operativ entfernt werden. Falls Sie genaueres über eine Schilddrüsen Operation wissen möchten klicken sie hier.

 

Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)

 

Die Schilddrüse bildet die beiden Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3). Schilddrüsenhormone wirken sich auf viele Stoffwechselvorgänge im Körper aus. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) bildet die Schilddrüse mehr Hormone, als der Körper benötigt. Dies führt zu einer Überversorgung des Körpers mit Schilddrüsenhormonen.

Die Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion sind mannigfaltig. Zu den Anzeichen einer Hyperthyreose zählen:

  • Gewichtsabnahme
  • Gesteigerten Appetit
  • Haarausfall
  • Durchfall
  • vermehrtes Schwitzen und Wärmeintoleranz
  • Unruhe und Schlaflosigkeit
  • Hohe Puls Rate
  • Herzklopfen 

Die häufigsten Ursachen für eine Überfunktion der Schilddrüse sind:

  • eine Autoimmunerkrankung (z.B. Morbus Basedow)
  • eine Schilddrüsenautonomie ("heisser Knoten"). 

Um eine Hyperthyreose zu diagnostizieren, muss eine Erhöhung der Schilddrüsenhormone im Blut nachgewiesen werden. Ausserdem können auch die verursachenden Antikörper im Blut nachgewiesen werden. Manchmal wird eine Schilddrüsen Szintigraphie angeordnet, mit der die Überaktivität von Schilddrüsenbereichen nachgewiesen werden kann.

Eine Schilddrüsenüberfunktion wird mit Medikamenten (z.B. Carbimazol und Propylthiouracil) behandelt, welche die Bildung von Schilddrüsenhormonen hemmen oder die Symptome der Hyperthyreose lindern. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit der endgültigen Behandlung durch Radiojodtherapie oder, in seltenen Fällen, eine Schilddrüsenoperation (Thyreoidektomie). 

 

Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) 

Bildet die Schilddrüse weniger Schilddrüsenhormone als der Körper benötigt, spricht man von einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose). Ungefähr 4% der Bevölkerung sind davon betroffen. 

Zu den typische Symptomen einer Schilddrüsenunterfunktion zählen:

  • Verlangsamung
  • gesteigertes Kälteempfinden
  • Spröde Haare und trockene Haut
  • in ausgeprägten Fällen Gewichtszunahme
  • heisere Stimme

Mit Abstand die häufigste Ursache einer Schilddrüsenunterfunktion ist eine Autoimmunerkrankung (z.B. Hashimoto Thyreoiditis), die zur langsamen Zerstörung der Schilddrüsenzellen führt.

Um eine Hypothyreose zu diagnostizieren, muss eine Erniedrigung der Schilddrüsenhormone im Blut nachgewiesen werden. Ausserdem können auch die verursachenden Antikörper im Blut nachgewiesen werden. 

Die Behandlung beruht auf der Einnahme von Schilddrüsenhormonen (meist Thyroxin) bei regelmässigen Blutkontrollen. Die optimale Dosierung der Schilddrüsenhormone ist für jeden Patienten unterschiedlich; üblicherweise 1 - 1.5 Mikrogramm pro kg Körpergewicht pro Tag.

Nebenschilddrüsen

Nebenschilddrüsen Überfunktion (Hyperparathyreoidismus) 

Die Nebenschilddrüse sind 4 kleine, Linsen-grosse Organe, die der hinteren Oberfläche der Schilddrüse aufliegen. Die Nebenschilddrüse produziert das Parathormon. Das Parathormon reguliert zusammen mit dem Vitamin D die Kalziumkonzentration im Blut. Nebenschilddrüsen neigen dazu sich spontan zu vergrößern und dann unangemessen hohe Konzentrationen an Parathormon auszuschütten. Dadurch kann der Kalzium Spiegel im Blut zu stark ansteigen (Hyperkalzämie). Die Diagnose beruht auf dem Nachweis eines, im Verglich zum Kalzium Spiegel, unangemessen hohen Parathormon Spiegels durch eine Blutentnahme. Typische Symptome eines zu hohen Kalzium Spiegels sind: Vermehrter Durst, stark erhöhte Urin Ausscheidung, extreme Müdigkeit und manchmal auch geistige Verwirrung. Oft ist der Kalzium Anstieg nur leicht, so dass es zu keinen Symptomen kommt. Trotzdem besteht dann auf lange Sicht die Gefahr von Osteoporose bzw. vermehrte Knochenbrüche und Nierenstein Bildung. Die Behandlung ist in den allermeisten Fällen operativ, das heisst die vergrösserte, überaktive Nebenschilddrüse (meist nur eine von den 4 Organen) wird entfernt. Die operative Entfernung der vergrösserten Nebenschilddrüse ist eine relativ unproblematisch Operation, mit wenig Komplikationen, die in manchen Zentren sogar ambulant durchgeführt wird. Falls Sie genaueres über die Nebenschilddrüsen Operation wissen möchten klicken sie hier. In seltenen Fällen kann die Nebenschilddrüsen Überfunktion auch medikamentös behandelt werden.