eSwiss Medical and Surgical Center
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Sexualhormone

Testosteronmangel des Mannes

Eine Erniedrigung des männlichen Sexualhormons Testosteron tritt bei Männern mit zunehmendem Alter häufig auf. Dieser Hormonmangel kann zu einer Zunahme des Bauchfettes sowie zu einer Abnahme der Muskelmasse führen. Zudem werden häufig Symptome wie Libido-Verlust, Erektionsstörungen, Antriebsarmut sowie depressive Verstimmungen beklagt.

Besteht Verdacht auf einen Testosteronmangel, so muss dieser mittels Hormonuntersuchungen weiter abgeklärt werden. Sollte sich keine behandelbare Ursache finden, kann es gegebenenfalls sinnvoll sein, eine Hormonersatz-Therapie mit einem Testosteron-Präparat durchzuführen. Dies muss individuell mit dem betroffenen Patienten differenziert besprochen werden.

 

Gynäkomastie

Als Gynäkomastie bezeichnet man eine Vergrösserung des Drüsenkörpers der männlichen Brust, welche nicht selten auch schmerzhaft sein kann. Häufig tritt sie bereits in der Pupertät auf und belastet betroffene junge Männer in ihrem ästhetischen Empfinden sehr. Insbesondere bei einem Neuauftreten einer Gynäkomastie im Erwachsenenalter sind Hormonabklärungen unabdingbar. Andererseits kann eine Gynäkomastie auch als Nebenwirkung der Einnahme spezifischer Medikamente oder anderer Substanzen (Anabolika, Cannabis) auftreten. Findet sich bei der Abklärung keine behandelbare Ursache, so kann eine operative Entfernung des Drüsenkörpers das ästhetische Bild entscheidend verbessern. Entsprechende Operationen werden von unserem eSwiss-Chirurgen-Team mit grosser Erfahrung durchgeführt.

 

Syndrom der polyzystischen Ovarien (PCO)

Das Syndrom der polyzystischen Ovarien ist die häufigste Hormonstörung der Frau. Die Diagnose wird gestellt, wenn zwei von drei folgenden Kriterien vorliegen.

  1. Zyklusunregelmässigkeiten mit sehr seltenen oder gar fehlenden Monatsblutungen
  2. Eine vermehrte männliche Körperbehaarung (z.B. Bartwuchs) oder der Nachweis von erhöhter Konzentration von männlichen Sexualhormonen im Blut.
  3. Zysten an den Eierstöcken

Problematisch ist das PCO-Syndrom, da es oft mit einem unerfüllten Schwangerschaftswunsch (Infertilität) einhergeht. Ursache hierfür ist meist, dass kein Eisprung stattfindet. Ein zweites Problem ist, die vermehrte männliche Körperbehaarung (Hirsutismus), welche ästhetisch oft sehr störend ist und betroffene Frauen somit psychosozial sehr stark belastet. Letztlich ist das PCO-Syndrom auch mit einem deutlich erhöhten Risiko für das Auftreten von Diabetes (Blutzuckerkrankheit) sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert.

Die Abklärung sowie Behandlung des PCO-Syndroms erfolgt häufig mit enger Kooperation mit eng mit uns kooperierenden Frauenärzten (Gynäkologen). Neben den abklärenden Massnahmen müssen die Behandlungsziele individuell mit jeder betroffenen Frau intensiv besprochen werden.

 

Hirsutismus

Als Hirsutismus bezeichnet man das Auftreten einer vermehrten Körperbehaarung bei Frauen. Insbesondere im Gesichtsbereich empfinden betroffene Frauen die Behaarung oft als ästhetisch sehr störend und leiden daher stark darunter. Insbesondere bei Neuauftreten dieser Körperbehaarung ist eine sorgfältige Hormondiagnostik unabdingbar, da in seltenen Fällen auch Tumorerkrankungen hinter dieser Symptomatik stecken können. In Abhängigkeit von der exakten Diagnose stehen unterschiedliche Behandlungsansätze zur Verfügung. Diese erstrecken sich von einer längerfristigen medikamentösen Therapie bis zur lokalen Behandlung mittels Laser.

 

Nicht-klassisches (late onset) Androgenitales Syndrom (AGS)

Beim Androgenitalem Syndrom (AGS) handelt es sich um genetische Störungen, welche verschiedene Enzyme der Nebenniere betreffen können, so dass die Nebennierenrindenhormone Kortisol und manchmal auch Aldosteron nicht gebildet werden können. Als Konsequenz werden meist vermehrt männliche Sexualhormone gebildet, was zu einer zunehmenden Vermännlichung von Frauen führt (Bartwuchs, Vergrösserung der Klitoris). Im Gegensatz zum klassischen AGS, welches fast immer bereits im Kindesalter entdeckt wird und mit oft schweren Symptomen einhergeht (Salzverlust), verläuft das nicht-klassische bzw. late onset AGS milder und wird oft erst im Erwachsenenalter entdeckt. Wichtig ist das Erkennen dieser Erkrankung insbesondere im Hinblick auf eine gewünschte Schwangerschaft. Zur Diagnostik wird insbesondere ein ACTH (Synacthen) Test durchgeführt mit gleichzeitiger Bestimmung des 17-alpha OH Progesterons im Blut.