Blutzuckerschwankungen führen nicht zu akuten Veränderungen des Hungerempfindens

In Zusammenarbeit mit einem Forscherteam aus Lübeck, Deutschland hat Prof. Bernd Schultes eine wissenschaftliche Untersuchung zu den Zusammenhängen des Blutzuckers mit Hunger- und Appetitgefühlen durchgeführt. Hintergrund ist, dass oft angenommen wird, dass der Blutzucker einen erheblichen Einfluss auf Hungergefühle hat. In der aktuellen, experimentellen Studie wurden ausgeprägte Blutzuckerschwankungen durch intravenöse Infusionen von Glukoselösungen bei gesunden jungen Männern induziert. Ohne, dass die Versuchspersonen wussten, wie ihr aktueller Blutzucker war, mussten die Probanden dann über einen längeren Zeitraum das Ausmass ihrer aktuellen Hunger- oder Appetitgefühle angeben. Verglichen wurde mit einer Plazebo Bedingung bei der keine Glukoselösung verabreicht wurde. Es zeigte sich, dass es trotz ausgeprägter Schwankungen des Blutzuckers auf maximal 9,7 mmol/l mit nachfolgendem Abfall auf 3,0 mmol/l zu keinen vermehrten Hungergefühlen oder vermehrtem Appetit kam. Damit widerlegen die Studienergebnisse die weitverbreitete Annahme, dass Blutzuckerschwankungen einen unmittelbaren Effekt auf Hungergefühle haben. Von dieser Aussage ausgenommen sind selbstverständlich ausgeprägte und länger anhaltende Unterzuckerungszustände, welche durchaus Hungergefühle induzieren können. Normale Blutzuckerschwankungen jedoch, wie sie beispielsweise nach einer Mahlzeit auftreten, scheinen jedoch keinen Einfluss auf die kurzfristige Hunger- und Appetitregulation von gesunden Menschen zu haben. Die Ergebnisse der Studie wurden aktuell in der internationalen Fachzeitschrift „Appetite“ publiziert. Weitere Informationen finden Sie hier.   

TELE TALK auf Tele Top mit Prof. Schultes

Am 19.7.2017 beschäftigte sich die Diskussionsrunde TELE TALK auf Tele Top mit dem Thema „Neue Technologien für Glucose Messung“. In der Diskussionsrunde war der 11-jährige Jonas, der an einem Typ 1 Diabetes leidet und einen kontinuierlichen Glukose-Sensor sowie eine Patch-Insulin-Pumpe benutzt, gemeinsam mit seiner Mutter. Prof. Bernd Schultes vom eSwiss Team durfte ebenfalls als Diabetes-Experte an der Diskussionsrund teilnehmen. Hier der Link zu Sendung

Neue Studie zu Stoffwechselveränderungen nach Magenbypass

In Zusammenarbeit mit einem Forschungsteam aus Graz, Österreich hat Prof. Bernd Schultes eine neue Studie zu den komplexen Stoffwechselveränderungen nach Magenbypass-Operation bei adipösen Patienten durchgeführt. Dabei kam erneut eine Metabolomics Technologie zum Einsatz, mittels derer viele unterschiedliche Stoffwechselprodukte gleichzeitig im Blut gemessen werden können. Es wurden dabei Blutproben von insgesamt 44 Patienten, welche vor, sowie ein bis zwei Wochen, und ein Jahr nach der Operation gesammelt wurden, untersucht. 24 der 44 untersuchten Patienten hatten vor der Operation einen Typ 2 Diabetes mellitus. Ein Jahr nach der Operation war bei 9 dieser Patienten kein Diabetes mehr nachweisbar. Die Analysen zeigten sehr komplexe Muster von Stoffwechselveränderungen nach der Magenbypass-Operation. Die Ergebnisse geben neue Einblicke auf die Veränderungen von Stoffwechselprozessen nach einer entsprechenden Operation, wobei unklar ist, ob es sich hierbei um operationsspezifische Veränderungen oder um Veränderungen auf Grund der Gewichtsreduktion handelt. Die Ergebnisse der Studie wurden kürzlich in der internationalen Fachzeitschrift „Plos One“publiziert. Weitere Informationen finden Sie hier.    

Neuer Flyer zum Schulungskurs „funktionelle Insulin Therapie“

Menschen mit Typ 1 Diabetes sind auf die dauerhafte Zufuhr von Insulin angewiesen, da sie selbst kein oder kaum noch Insulin produzieren. Dabei müssen die Insulingaben auf die Zufuhr von Mahlzeiten, insbesondere auf die Zufuhr von Kohlenhydraten, sowie weitere Faktoren wie körperliche Aktivität stetig angepasst werden. Dies gelingt umso besser, je genauer betroffene Personen geschult sind, ihre Stoffwechselreaktionen zu analysieren und die Kohlenhydratmenge in der konsumierten Nahrung zu schätzen. Genau dies lernen Betroffene in unserem praxisorientierten Schulungskurs. Für Personen, die an einer Teilnahme interessiert sind, haben wir einen neuen Flyer entworfen, welchen Sie hier elektronisch finden.

Erweiterung des eSwiss Ernährungsberatungs-Teams

Zur Erweiterung unseres eSwiss Ernährungberatungs-Teams suchen wir eine/n Ernährungsberater/in. Die Stellenausschreibung finden Sie hier.

Zuckermessgerät Freestyle libre wird endlich bezahlt

Endlich wurde das sogenannte Flash Glucose Messgerät vom BAG auf die MIGEL Liste aufgenommen und wird somit nur unter bestimmten Voraussetzungen von der Krankenkasse bezahlt. Das Gerät muss von einem Facharzt für Endokrinologie & Diabetologie (z.B. Dr. Strey oder Prof. Schultes) verordnet werden. Die Diabetes-Patienten, die das Gerät nutzen wollen, müssen eine sogenannte Basis-Bolus Insulintherapie durchführen, d.h. sie müssen ein kurzwirksames Insulin zu den Mahlzeiten sowie ein langwirksames Insulin spritzen. Wir freuen uns sehr über diese deutliche Erleichterung für unsere Diabetes-Patienten. Wenn Sie mehr Informationen möchte, besprechen wir es gerne mit Ihnen.

Assistenzärzte gesucht

Für das eSwiss Zentrum für Innere Medizin sowie für die Notfallstation der Klinik Stephanshorn suchen wir Assistenzärzte, die eine Ausbildung zum Facharzt für allgemeine innere Medizin anstreben. Die offizielle Stellenausschreibung finden Sie hier.

Diabetes-Therapie bei alten Menschen

Dr. med. Christopher Strey vom eSwiss Team hat in der Fachzeitschrift „Hausarzt Praxis“ einen Übersichtsartikel zum Thema Diabetes-Therapie bei älteren Menschen veröffentlicht. Hintergrund ist, dass die Kontrolle des Glukosestoffwechsels bei älteren, gebrechlichen Menschen mit Diabetes oft eine Herausforderung darstellt. Dabei müssen die Ziele der Therapie immer der individuellen Lebenssituation angepasst werden. Insbesondere geht es dabei darum, schwere Unterzuckerungszustände sowie auch sehr hohe Werte (>20 mmol/l) zu vermeiden. Eingeschränkte motorische und kognitive Fähigkeiten sowie auch ein nachlassendes Sehvermögen können dabei erhebliche Hindernisse darstellen, insbesondere wenn eine Insulintherapie notwendig wird. Die Etablierung eines tragfähigen Unterstützungsnetzwerks (z.B. Spitex) ist dabei oft essenziell.  Als Diabetes-Zentrum muss sich das eSwiss Team mit diesem immer wichtiger werdenden Thema intensiv auseinandersetzen und konnte jetzt mit dem von Dr. Strey veröffentlichten Artikel seine Kompetenz auf diesem Bereich unterstreichen. Hier gelangen Sie zu dem Artikel.    

„St. Galler Update Endokrinologie, Diabetologie & Stoffwechsel“

Auch in diesem Jahr veranstaltet das eSwiss Center das Fachsymposium „St. Galler Update Endokrinologie, Diabetologie & Stoffwechsel“. Das Symposium wird am 21.9.2017 im Kongress-Zentrum Einstein in St. Gallen stattfinden.  Von international ausgewiesenen Referenten werden Themen wie gesundes Altern, Fertilitätsmedizin, neue Entwicklungen in der Diabetes-Therapie sowie Einflussfaktoren von Ernährung und Schlaf auf die metabolische Gesundheit kompetent beleuchtet. Einen „save the date“ Flyer mit Programm-Übersicht finden Sie hier.

eSwiss beteiligt sich an DiagNET

DiagNET ist ein internationales Kompetenznetzwerk rund um den Bodensee, welches unter der Schirmherrschaft des BioLAGO life science network an der Entwicklung von neuen, medizinischen Diagnoseverfahren arbeitet. Weitere Information finden Sie hier.

eSwiss als ärztliche Weiterbildungsstätte für Innere Medizin anerkannt

Das Schweizer Institut für ärztliche Weiter- und Fortbildung (SIWF) hat das eSwiss Zentrum für Innere Medizin in Kooperation mit der Hirslanden Klinik Stephanshorn als Weiterbildungsstätte für Allgemeine Innere Medizin der Kategorie B anerkannt. Dies bedeutet, dass zukünftig Ärzte 2 Jahre ihrer Ausbildung zum Facharzt für Allgemeine Innere Medizin am eSwiss Zentrum bzw. in der Klinik Stephanshorn unter der Verantwortung von Prof. Dr. Bernd Schultes absolvieren können. Bereits seit etwa 2 Jahren verfügt die eSwiss Chirurgie in Kooperation mit der Hirslanden Klinik Stephanshorn unter der Leitung von Dr. Martin Thurnheer über die Anerkennung als Weiterbildungsstätte für Allgemeine Chirurgie (2 Jahre) sowie Viszeralchirurgie (1 Jahr). Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang auch, dass die 24h-Notfallaufnahme der Klinik Stephanshorn ebenfalls als Weiterbildungsstätte für Allgemeine Innere Medizin der Kategorie C (1 Jahr) anerkannt ist. Die Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeine Innere Medizin beträgt für Ärzte nach abgeschlossenem Studium der Humanmedizin insgesamt mindestens 5 Jahre. Durch die enge Kooperation der unterschiedlichen Bereiche in der Klinik Stephanshorn sowie im eSwiss Medical & Surgical Center können nun insgesamt 4 der 5 Jahre Facharztweiterbildung an der Klinik Stephanshorn absolviert werden. Das Team des eSwiss Centers freut sich über die Anerkennung sehr und übernimmt gerne die Verantwortung für die Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses.    

Kongressankündigung

33. Jahrestagung der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG).

Datum: 28. - 30.09.2017

Ort: Potsdam, Campus Griebnitzsee

Vorsitz: Frau Dr. Susanna Wiegand und Frau Dr. Petra Warschburger

Weitere Informationen finden Sie hier.